Micha Gerersdorfer Micha Gerersdorfer

Micha Gerersdorfer

Raum ist Anfang für jedes Bild, für jeden Gedanken. Es ist der Raum, den wir füllen und dem wir Gestalt geben.

Das Nichts füllt sich mit dem Essenziellen und dabei können wir es nicht einmal greifen. Das scheinbare Nichts, dem wir einen Sinn verleihen wollen.

Licht und Gedanken spielen mit dem Raum im Raum, schaffen ein Bild im Bild. Genau wie die Fiktion die Wirklichkeit zerstört, zerstört die Wirklichkeit die Fiktion. Es ist die Fiktion, die uns nach den Sternen greifen lässt. So haben wir uns von den einfachen Höhlenmenschen, die ihre Behausungen mit Wünschen, Träumen und Gedanken gefüllt haben, zu Großstädtern entwickelt.
In meinem Bild schafft der Raum alleine Bild. Jedes Kästchen das ich aus Karton getrennt habe, gibt Licht einen Raum um sich zu entfalten. Eine harmonische Komposition entsteht, die von einer Leiterplatte bis zur Metropole alles darstellen kann. In Unschärfe getaucht um das Hirn zu fordern, um zu denken und die Illusion zu entschlüsseln, um darin zu verweilen.
So soll dieses Bild veranschaulichen wie wichtig es ist uns Raum zu (ver)schaffen. Raum um kreativ zu sein, Raum um uns dem Alttag zu entreissen und zu gestalten. Dieses Bild soll Raum geben um sich ein Bild davon zu machen, was alles möglich ist. Bis zur absoluten Unschärfe, welche veranschaulicht, was möglich wäre, wenn es erst gedacht und gemacht würde.
Ich will eher Fragen aufwerfen als beantworten.

mdot