Vera Tolazzi Vera Tolazzi

Vera Tolazzi

Eine Reise durch ein Land, welches geprägt ist durch die jahrzehntelange Kolonialherrschaft Frankreichs, dem Vietnamkrieg und vielen Jahren des Kommunismus. Nachdem Vietnam 1976 endlich unabhängig wurde, erlebte das Land Anfang der 2000er Jahre einen regelrechten Tourismusboom und viele Hotels, Resorts und Nha Nghiës, wie die vietnamesischen Stundenhotels genannt werden, schossen aus dem Boden.
Was ich bei meiner Reise durch den gesamten Vietnam vorfand, waren viele in die Jahre gekommene Unterkünfte und enorm viele leerstehende Ruinen, welche früher vermutlich einmal schöne Hotels oder Resorts gewesen sind. Erstaunlicherweise sind trotz dieser ersichtlichen Pleiten gleicherorts total viele geschäftstüchtige und motivierte junge Menschen, die von den vielen Gästen, die bald aus Europa kommen werden, berichten und alle von einem eigenen Hotel oder Restaurant träumen. Der Tourismus scheint für viele Menschen dort die Chance auf ein besseres Leben zu sein, aber ist sie es wirklich? Es bot sich für mich ein Bild von Zerfall und Verfall und gleichzeitig einem ersichtlichen Aufstreben und einer Erneuerung sowie eine spürbare Motivation der Menschen Neues zu schaffen.

Ich zeige dieses Gefühl in drei Bilder: den Verfall, den Stillstand sowie die Erneuerung.

DER VERFALL: Neben intakten Unterkünften versteckt sich hinter einem heruntergekommenen Eingangstor zwischen Palmen eine alte Ferienanlage.

DER STILLSTAND: Wird hier noch gebaut oder war es nur der Traum vom großen Geld durch den Tourismus, der hier ausblieb oder wurde das Geld für die Fertigstellung zu wenig?

DIE ERNEUERUNG: Der Blick durch die Wand eines Raumes von einer Unterkunft, welche sich gerade im Umbau befindet.

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