Elvira Kinzner Elvira Kinzner

Eva Kinzler

Wenn Etwas von gewohnten Bildern abweicht,

wird erst auf den zweiten Blick

eine Auseinandersetzung mit dem Neuentdeckten zu erwarten sein.

Derart voreingenommen und beharrend auf zuvor verinnerlichte Bilder,

scheint das Abgelichtete kaum zuordenbar.
Verwunderung, Irritation und Befremdung treten auf;

In Segmente zerlegt, vermag die Abbildung verständlich zu werden.

Nach Anhaltspunkten suchend,

um sie mit Bildhaftem aus Vergangenheit und Gegenwart zu verknüpfen,

verleihen diese dem Betrachter ein Gefühl von Sicherheit.

Einzelheiten werden lesbar,

dem Detail wird fokussierte Beachtung geschenkt,

Gedanken und Erinnerungen erwachen.

Zumal der Ausschnitt neu inszeniert wird,

und die Farben dem Betrachter vorenthalten bleiben,

konstruiert sich ein neues Bild der eigenen Phantasie.

Einzig und allein,

um einen Moment lang aus der Gewohnheit der Betrachtung zu entweichen.

Erkennend, dass sich nichts verändert hat, nur die Perspektive.

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